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Poesie

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Wogen

 

Diese Worte werden einst

belanglos in jenem Dunst,

aus dem freudig Äste wachsen,

bis sie zergehen in Vernunft.

 

Diese Rüstung wird bald fallen

im kranken Krieg der Jahre:

knallendes Haar, platzendes Herz,

verzweifelndes Hoffen auf heiligen Graben–

samt Luke wider Wogen der Fahnenflucht!

 

Dieser Atem wird besinnen

sich im Chor mit Wind und Zeit.

Dann hat sich auch die Angst erübrigt,

dass gar nichts anderes übrig bleibt.

 
– Der Seiltänzer
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Es schließen sich erneut die Schleusen,

das Fenster deiner Zeit ist zu,

zurück bleibt eine hoffnungslose

Fremde Leere Triste:

Du.

After-Party schon vorbei,

die Masken aufgebraucht,

nicht haftend-

ein Blick und sie zergehen.

– Der Seiltänzer

Als ich dich fragte,

ob du mitkommst zu mir,

dachte ich nicht

je ans Ankommen.

 

Links und rechts

in Schatten aus Sträuchern,

meine versteckten Gedanken;

unter jedem heimlich glühenden Fenster

wollt‘ ich schauen,

ob sie dir stehen.

 

Suchend in den Narben des Teers

nach deinem Verborgenen-

hoffend,

es tragen zu dürfen

wie Schulbücher im Film.

 

Leise schüttelst du Schopf

und die Krone sie rutscht

dir über die Brauen-

ganz sicher bist du dir nicht-

 

Aber wie sollst du’s wissen?

 

Vielleicht doch eine Ahnung-

und der Gang

an Verlangen zu viel.

 

Aber wie sollst du wissen:

Es gab nie ein Ziel.

 

– Der Seiltänzer

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